GEDANKEN - WAHRNEHMUNGEN - BERICHTE

 

 

www.gesundheitsziele-oesterreich.at

Bis 31.Mai 2012 können unter dieser Internetadresse Meinungen abgegeben werden.

 

Sie können unter anderem vorschlagen, dass wir Humanenergethiker von den Krankenkassen angenommen werden.

 

Ich kann, da ich offiziell das Gewerbe ausübe eine Honorarnote ausstellen, die zur Vorlage für das Finanzamt (Sonderausgaben) dient, aber von der Krankenkasse werden die Kosten nicht ersetzt.

 

Dabei würden die Kassen viel Geld sparen, da nur ein bis drei Ablösen für ein Thema nötig sind und die Energethischen Heilmethoden der Natur bzw. Umwelt in keiner Weise schaden.

 

 

 

Chrisammesse - eine energethische Handlung bzw. Heilmethode?

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Chrisam (von griech. ich salbe; davon abgeleitet chrisma (Salböl) und christos (der Gesalbte)), vgl. Christus ist ein in der röm. kath.  und altkatholischen Kirche verwendetes Salböl. Es handelt sich um Olivenöl, dem wohlriechende Balsame beigemischt sind.

 

Der geistliche Sinn der Beimischung besteht darin, dass die mit Chrisam Gesalbten, die Christen, den „Wohlgeruch Christi“, nämlich das Evangelium, verbreiten sollen.

Man gebraucht den Chrisam für die Salbung

 

Bei der Krankensalbung sowie der Salbung der Katechumen (während des auf die Taufe vorbereitenden Katechumenats oder, dann fakultativ, unmittelbar vor der Taufe) wird Oliven- oder anderes Pflanzenöl ohne Beimischungen verwendet (Krankenöl bzw. Katechumenöl).

 

Das Öl ist Sinnbild für Gesundheit, Freude, Kraft und Glück (vgl. die Psalmverse Ps 45,8 EU;  23,5 EU; 104,15 EU).

Die drei heiligen Öle werden in der Chrisammesse am Vormittag des Gründonnerstags (oder an einem früheren osternahen Tag) vom Bischof gewöhnlich in der Kathedralkirche geweiht.

 

ΩΩΩ

 

Ich habe an der diesjährigen Chrisammesse, die von Kardinal Schönborn im Stephansdom abgehalten wurde, teilgenommen.

Dabei habe ich etwas sehr interessantes erlebt.

Jeweils drei Diakone trugen große Urnen mit Öl zum Altar. Der Deckel wurde abgeschraubt und der Kardinal leerte aus einem kleinen Glaskrug etwas Öl zu dem Öl in den Urnen. Dann nahm er einen langen dünnen Stab, rührte in den Urnen um, entnahm den Stab wieder, der von einem Messdiener über einem Tüchlein (wahrscheinlich damit es keine Tropfen am Boden oder der Kleidung der Priester gibt) weggetragen.

 

Anschließend beugte der Kardinal seinen Kopf bis zur Öffnung der Gefäße. Er kreiste mit dem Kopf, als würde er eine energethische Handlung vollziehen. Ich dachte dabei. „Wenn du jetzt wirklich demütig und wahrhaftig Gott um Segen und Heilung durch das Öl bittest, wird dieses Öl ganz bestimmt eine heilende Wirkung haben.“

 

Solch ähnliche Handlungen vollziehe ich bei einigen Humanenergethischen Heilmethoden, aber auch an Sachgegenständen. Z.B.:

Eine Klientin erzählte mir, dass sie den Schmuck, den ihre Mutter zu Lebzeiten getragen hat, nicht tragen kann und verkaufen will, weil die Mutter sehr oft böse zu ihr war. Ich legte der Frau nahe, dass sie zur nächsten Sitzung den Schmuck mitbringen soll, (was sie auch getan hat) damit ich ihn „energethisieren“ kann.

 

Ich habe den Schmuck auf einen Tisch gelegt und mit erhobenen Armen die geistigen Helfer um Hilfe und Unterstützung gebeten, und Gott um Segen. Dann habe ich mit den Händen die schlechte Energie „abgelöst“, mich tief verbeugt und die Mutter Erde gebeten, diese Energie aufzunehmen und zu neutralisieren. Anschließend habe ich mit der linken Hand empfangend und mit der rechten Hand gebend, gute Energie mit Farbe in den Schmuck „eingearbeitet“.

 

Plötzlich fühlte ich, wie der Schmuck die „Schwere verlor“, eine „Leichtigkeit bekam“ und Liebe ausstrahlte. Das war ein wunderbares Gefühl, das auch meine Klientin wahrnehmen konnte. Ich durfte meiner Klientin vermitteln, dass ich das Gefühl habe, dass sie ihre Mutter um Verzeihung bittet für alle Verletzungen die sie ihr zufügt hatte so lange sie lebte.

Dann habe ich allen geistigen Helfern für ihre Hilfe und Unterstützung gedankt und Gott für den Segen und dass ich sein Werkzeug sein durfte.

 

Es war also eine heilende Handlung die ich vollziehen durfte.

 

 

SPUREN IM SAND

Kürzlich war ich zu einer Hochzeit eingeladen, bei der ein Priester eine phantastische Ansprache „Predigt“ gehalten hat.

Er hat die bekannte Erzählung von den zwei Spuren im Sand angesprochen

und dem Brautpaar einen Handschmeichler mit diesem Aufdruck geschenkt.

Dieser soll sie immer daran erinnern, dass auch sie beide - einer für den anderen

da sein sollen, wenn sie einander brauchen.

** 

Die Erzählung:

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich,

Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück.

Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges

nur eine Spur zu sehen war.

 

Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

 

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen,

auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens

nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

 

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,

erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."

 **

 

Ein paar Tage danach erzählte mir eine Bekannte aus unserer Pfarre, dass einige

Wochen oder sogar Monate vorher, ein Priester eine Predigt über das „Ja- sagen“ bzw. „Jawort“ gehalten hat.

Er hat es zu beginn mit den Jüngern Jesus verbunden, die zu Jesus Ja gesagt haben.

Zum Schluss hat er allerdings gemeint: „Jeder hier der verheiratet ist,

hat einmal zu seinem oder ihrem Partner Ja gesagt.“

 

Nun will ich über meine Meinung, die ich mir in vielen Jahren - durch Erlebnisse, Wahrnehmungen und Prüfungen gebildet habe, erzählen.

 

Ich glaube, wir Menschen dürfen nicht etwas versprechen,

das in Gottes Hand liegt.

 

Das einzige, das uns Gott an Wissen mitgegeben hat ist, dass wir einmal sterben, ansonsten liegt alles in Gottes Hand.

 

Wir haben weder das Recht zu sagen:

„Ich verspreche mein ganzes Leben mit dir zu teilen.“ Noch:

„Ich verspreche ich lebe mein Leben lang als zölibatärer Priester.“

Weil wir nicht wissen, ob das der Wille Gottes ist.

Es ist in diesem Moment des Versprechens unser Wunsch, aber ist es auch für immer Gottes Wille?  

 

Mt 5,34-37 Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. 

 

Gott kann mit uns ganz was anderes vorhaben,

als ein Leben lang mit diesem Menschen zu gehen (Spuren im Sand)

oder im Zölibat zu leben.  

(Der Zölibat/ ehelos leben. Das heißt in weiterer Folge; keinen Sex zu haben, egal mit welcher Person. Das gilt auch für Sex mit gleichgeschlechtlichen Menschen. In der röm. kath. Kirche heißt es ja, man darf nur mit Ehepartnern Sex haben.)

 

Man kann das Priesteramt, wenn es Berufung ist, auch privat leben.

Man hat dann allerdings nicht diese Berühmtheit und Macht,

die man als angestellter Priester der röm. kath. Kirche hat.

Im Prinzip sind Priester der röm. kath. Kirche genauso

Arbeiter im Garten des Herrn, wenn Gott sie dazu berufen hat,

wie jeder andere Mensch, der seine Berufung ohne Priesteramt lebt.

 

Ich glaube, dass es viel wichtiger ist,

jederzeit wahrzunehmen, was Gottes Wille ist.

Gott zeigt uns nicht von Beginn einer Situation,

was in weiterer Folge sein Wille ist.

 

Doch Gott gibt uns immer wieder die Richtung an.

Manches mal sieht es aus, als würden Hasen Haken schlagen.

 

Im Jahr von 1999 auf 2000 wurde meine kirchlich geschlossene Ehe annuliert.

Es war eine Prozetur, bei der allerdings mit mir sehr gut umgegangen wurde.

Nach einem Gespräch mit einer Rechtsanwältin der Diözese,

anschließender Aussagen von 3 Zeuginnen und abschließend einer Einvernahme

von mir durch eine Richterin der Erzdiözese mit ihrer Sekretärin, verabschiedete

sich die Richterin mit traurigen Worten (bei der Einvernahme habe ich einige Male bitterlich geweint):

„Ich wünsche ihnen für die Zukunft alles erdenklich Liebe und Gute.“

 

Worauf ich lachend antwortete:

„Frau Doktor, das waren die Gefühle von damals die hochgekommen sind, jetzt geht es mir gut.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass es Gottes Wille war, diesen Mann zu heiraten.“

Die Richterin machte ein entsetztes Gesicht. So, als würde sie meinen,

ich hätte sie mit der Annulierung missbraucht.

Daher sagte ich schnell: „Ja, ich glaube dass es Gottes Wille war, diesen Mann zu heiraten, aber nicht um eine Familie zu gründen, sondern durch die Erlebnisse und Erfahrungen dahin zu kommen, wo ich jetzt stehe.“

 

Das hat die Richterin freudig bejat.

 

Ich habe zum Beispiel lange Jahre nachgedacht, weshalb gerade mir, die ich von Kindesbeinen an sehr gläubig war, die misslungenen Ehen beschert waren.

Weshalb habe ich da Gottes Willen nicht wahr-genommen?

 

Bis ich draufgekommen bin, dass ich dem Willen Gottes gefolgt bin

und er mich dabei des öfteren getragen hat, damit ich das tun kann,

wofür er mich berufen hat.

Leid-er musste ich auf dem Weg nach Gottes Willen viel Leid ertragen,

um zu lernen die Berufung auszuleben. Immer wieder hatte ich die Ahnung,

das zu tun, was ich jetzt tue. Dazu brauchte ich aber sehr viel Lebenserfahrung,

um zu verstehen, was in Menschen vorgeht bzw. vorgehen kann.

Vieles kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selber erlebt hat.

 

Daher lies mich Gott über Dornen und Gestrüpp wandern, über Felsen klettern und

durch Pfützen maschieren. Durchs Feuer gehen und Krankheiten überstehen.

Dinge sehen, die nicht alle Menschen sehen. Spüren, was nicht alle Menschen spüren.

Wahrnehmen, was nicht alle Menschen wahrnehmen.

 

Er lies mich einige Male stürzen und stellte mich wieder auf die Beine.

Er lies mich von einem Motorrad erfassen und ein Bein abschlagen, aber wieder anwachsen.

 

Er hat mich 4 Mal ins Leben gestellt, bis ich erfasste, was er mir zeigen will.

In meinem Leben habe ich immer wieder hinterfragt, ob das was ich tue,

noch Gottes Wille ist, oder ob ich mich von anderen Menschen in eine Richtung drängen lasse, die nicht in die Richtung nach Gottes Willen geht.

 

Ich sage es ehrlich, ich hätte ganz gerne ein bequemes Leben mit einem Mann

geführt, der für den Unterhalt der Familie sorgt und meine Gläubigkeit teilt.

Doch dafür hat mich Gott nicht geschaffen. Er hatte was anderes mit mir vor.

 

Wenn mir die Bürde zu schwer war, hat er mich getragen, daher sehe auch ich in meiner Vergangenheit nicht immer zwei Spuren, sondern oft nur eine.

 

FASCHING und PASSION

Wie nahe Fasching und Passion beieinander  sind, können wir gerade wieder erleben. Ebenso nahe stehen in unserem Leben Ausgelassenheit und Trauer. Heute noch glückselig, können wir jederzeit von Leid und Trauer überwältigt werden. Es gibt Menschen, welche noch beim Glücklichsein schon Angst vor dem Leid haben. Das sollte aber nicht so sein, das ist ganz sicher nicht der Sinn der Fröhlichkeit, aber auch nicht der Sinn von Leid.

Ich denke, in der Zeit der Fröhlichkeit und des Glückes haben wir Gelegenheit, unsere Kräfte aufzutanken. Fröhliche Menschen ertragen Leid, in welcher Form auch immer, nicht leichter als andere Menschen, aber auf jeden Fall besser als andere Menschen. Mit fröhlichen Menschen meine ich allerdings nicht ausgelassene und zügellose Menschen.

Von fröhlichen Menschen sagt man oft, sie hätten Sonne im Herzen. Wenn wir nun den Faden weiter spinnen; Sonne ist Licht, und Licht ist Gott, dann werden wir wahr -nehmen können, dass wir nie alleine sind, und: "geteiltes Leid ist halbes Leid“.

Das sagt sich so leicht, werden manche von ihnen denken. Wenn sie sich aber darauf einlassen, wird ganz sicher alles besser zu er -tragen sein. Es kommt auf ihren Versuch an. Wenn wir uns mit dem Tod und der Trauer auseinander setzen, setzen wir uns mit einem bewussteren leben im Leben auseinander. Daher geht es in unseren Gesprächen immer wieder um Themen, welche uns dazu dienen, leichter in uns hören und dadurch besser mit dem Leben umgehen zu können. Somit wächst unser Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl mehr und mehr.

Eine Frau sagte kürzlich: “Mein Leben ist sinnlos, ich habe meine ganze Familie verloren“. Nach einigen Gesprächen konnte ich aber wahrnehmen, dass sich am Horizont ihres Lebens schon ein heller Streifen zeigt und zwar; die Freundschaft mit einer Frau, welche selber unter dem Verlust ihres Partners sehr leidet und Gespräche mit Menschen, welche sie in ihrer Trauer ernst nehmen, sind der Anfang.

Ich glaube, es ist für jeden Menschen wertvoller, sich mit seiner Trauer zu beschäftigen und sich mit ihr auseinander zu setzen, als sie zu verdrängen, übergehen, zuzudecken oder zu überspielen. Sich damit auseinander zu setzen, bedarf von Anfang an schon einer Größe.

Aber vor allem ist Trauerarbeit eine Chance, um die eigene Vergangenheit zu verarbeiten und in eine lichtere Zukunft sehen zu können.

Ich finde es völlig falsch, den Verlust-Schmerz mit einem neuen Partner zuzudecken oder sich zu schnell ins Vergnügen zu stürzen. Einmal kommt der Schmerz wieder zu Tage, und wenn es erst am Totenbett ist, da kann es aber auch zu spät dafür sein, um ihn aufzuarbeiten. Ob dieser Zustand dann das Fegefeuer bedeutet?

Wenn sie sich mit der Trauer auseinandersetzen, werden sie erleben können, dass nicht das bewusste Getränk Flügel verleiht, sondern das gefundene Selbst-Vertrauen.

 Wer sterben lernt, lernt leben!

Ernst Wolfram Marboe ist in der Nacht auf Freitag den 13. Jänner 2012 gestorben.

Ich hatte ein Erlebnis mit ihm, das ein bisschen über seine Beliebtheit aussagt.

Von einem Friedensfreund bekam ich eine Eintrittskarte für eine bestimmte Zirkusvorstellung. In welchem Jahr das war, kann ich gar nicht mehr sagen.

Ich besuchte damals den Zirkus und setzte mich in die 2. Reihe. Vor mir in den Logen saßen bekannte Persönlichkeiten.

Ernst Wolfgang Marboe hielt eine Eingangsrede, anschließend kam er zu mir her und sagte: 

„Warum sitzen sie in der 2. Reihe, hier in der Loge ist ihr Platz.“ Ich antwortete: 

„Ich dachte, die Logen sind den eingeladenen Persönlichkeiten vorbehalten:“ Worauf er lächelnd meinte: 

„Sie sind eine der eingeladenen Persönlichkeiten.“ 

Sie können sich sicher meine Sprachlosigkeit vorstellen. Er begleitete mich zur Loge und wünschte mir noch gute Unterhaltung.

Im Nachruf hörte ich eben, dass er vor einiger Zeit sagte: „Wer sterben lernt, lernt leben.“

Dieses ist seit vielen Jahren auch meine Meinung.

 

(Kinder) MUTMACHLIED 

1. Wenn einer sagt: "Ich mag dich, du; ich find` dich ehrlich gut!", dann krieg` ich eine Gänsehaut und auch ein bisschen Mut.

2. Wenn einer sagt: "Ich brauch` dich, du; ich schaff` es nicht allein.", dann kribbelt es in meinem Bauch, ich fühl` mich nicht mehr klein.

3. Wenn einer sagt: "Komm, geh mit mir; zusammen sind wir was!", dann werd` ich rot, weil ich mich freu`, dann macht das Leben Spaß.

4. Gott sagt zu dir: "Ich hab` dich lieb. Ich wär` so gern dein Freund! Und das, was du allein nicht schaffst, das schaffen wir vereint."

Ich wünsche Ihnen nicht nur zu Weihnachten und zum Jahreswechsel sondern immer wieder, was dieses Kindermutmachlied beschreibt.

Es trifft nämlich auf die Erwachsenen genauso zu.

Ihre Ilse Jedlicka

 

    ILSE   HILF HEILEN

Ich erzähle wieder einmal von einem wunderbaren Erlebnis das ich am Samstag den 4. Sept. 2011hatte. 

Ich fuhr mit der Pfarre im Bus nach Maria Zell. Am Mittwoch gingen die Fußwallfahrer hier weg und in Maria Zell treffen wir uns immer zu einem gemeinsamen Gottesdienst. So weit, so gut.

Doch in den letzten Wochen hatte ich sehr starke Schmerzen in beiden Becken- und Schulterbereichen. Erst zwei Tage vorher bekam ich aber Kortison und starke Schmerzmittel, daher konnte ich mitfahren, sonst wäre mir das wegen der Schmerzen nicht möglich gewesen.

Als ich vor der Abfahrt darüber nachdachte, welches Thema ich heuer nach Maria Zell bringen möchte, fiel mir meine jetzige Tätigkeit als Humanenergethikerin ein. Zwar weiß ich, das Gott mich dafür berufen hat, aber ich hatte das Gefühl, dass er mich noch nicht "ausgesendet" oder die "Weihe erteilt" hat. 

Im Bus bekamen wir die Begleithefte, welche auch die Fußwallfahrer bei sich haben und da las ich, dass das heurige Thema (übrigens die Fußwallfahrer unserer Pfarre waren heuer das 25. Mal auf dem Weg nach Maria Zell) Heilung, neue Wege, Kraftquellen und Miteinander waren. Das war schon einmal der Beweis, dass ich das richtige Thema gewählt hatte.  Während des Gottesdienstes dachte ich: "Es fehlt mir noch ein Zeichen, damit ich es annehmen kann, dass Gott mich ab heute auf den neuen Weg schickt und mir die  Kraft dafür gibt, denn bis heute hatte ich sie nicht wirklich - die Kraft dazu. 

Zwischen unserer Ankunft in Maria Zell und die der Fußwallfahrer saß ich in der Basilika. Das mache ich stundenlang, jedes Mal wenn ich in Maria Zell bin. Ich hing dem Gedanken nach, was mich denn dabei so berührt. Es ist nicht der Gnadenaltar, ich bin Gott nicht näher als irgendwo anders oder zu einer anderen Zeit. Ich lebe mit Gott - immer und überall. Mir wurde wieder einmal bewusst, es sind die Menschen. Ihre Energie und Liebe. Jeder der hier her kommt, kommt nicht mit Hass oder Brutalität im Herzen. Nein, jeder der hier her kommt, kommt mit Liebe im Herzen. Mit Hoffnung. Auch wenn jemand traurig ist oder verzweifelt, entmutigt, gekränkt usw. Es sind alles Gefühle die von der Liebe geprägt sind. Großartig, was Glaube zustande bringt und was "Kirche" ermöglicht. Bei der Predigt sprach unser Pfarrer über eine Wahrnehmung von ihm, die er vor Jahren hatte - sie war ähnlich wie meine in der Basilika.

Als Schlusslied haben wir: "Ein Zeichen unserer Hoffnung" gesungen. Es beginnt mit: "Ein Zeichen ....". Ich hatte es nun - das Zeichen.

Anschließend an den Gottesdienst trafen wir uns zum Essen. Ich hatte das Gefühl, dass ich vorher noch bei den Standeln vorbeigehen müsse, weil ich da etwas sehen würde, was ich als "Einweihungsdokument" mit nach Hause nehmen soll. Ich war erstaunt, als ich wirklich obiges Bild hängen sah. Ich fragte die Verkäuferin, ob dieses Bild für einen bestimmten Zweck gedacht sei. Die Antwort kam von einem Mann unserer Pfarre, der plötzlich hinter mir stand. Er sagte: "Da kann man Jedlicka hinein schreiben." Richtig, antwortete ich, da kann man was hineinschreiben, was ich auch tun werde. Aber nicht Jedlicka, da gehört was anderes hinein.

Zu Hause wurde mir die volle Bedeutung dieses Bildes bewusst. Das Kind liegt in einem Bett - aber nicht zum Abendgebet, sondern weil es krank ist. Da wusste ich auch, was da hinein gehört. Ilse hilf heilen. Es ist ein Auftrag, es ist die Sendung. Es bin nämlich nicht ich die heilt. Heilen kann nur Gott mit dem betroffenem Menschen gemeinsam. Ich kann nur als Werkzeug Gottes helfen. Vor jeder Sitzung/Ablöse/Balance bete ich ein stilles Gebet und bitte Gott um seine Führung, Begleitung und Heilung. 

WEIBLICH/MÄNNLICH 

Es ist bereits ein alter Hut, dass in jedem Menschen egal ob Frau oder Mann, männliche und weibliche Anteile sind. Es ist nicht so, dass Männer nur männliche und Frauen nur weibliche Anteile haben. Das heißt, manche Männer sind fraulicher oder manche Frauen sind männlicher als der Durchschnitt des gleichen Geschlechts. Das gilt nicht nur für das Aussehen, sondern besonders für die Eigenschaften.

Es sind weniger die Frauen, die damit ein Problem haben. Bei den Männern ist es anders, obwohl es schon einige Hausmänner gibt, das auch ein Zeichen männlicher Weiblichkeit ist.

Ich finde es wunderbar, wenn ein Mann sensibel, spirituell, liebevoll und zärtlich ist, das ja im Grunde den Frauen zugeschrieben wird.

Früher war das anders. Die Buben mussten stark werden und sollten keine Gefühle zeigen, die Mädchen dagegen mussten den liebevollen Umgang lernen. Daher spielten z.B. Mädchen mit Puppen und Buben mit Autos. Ich hatte mit meinem Bruder, der zwei Jahre jünger ist als ich immer Freude, wenn wir gemeinsam aus Kartons Puppenhäuser bastelten. Heute ist mir bewusst, dass wir da Gelegenheit hatten, Gefühle in beide Richtungen zu entwickeln. Er brauchte sich nicht zu schämen mit Puppen zu spielen und ich konnte mich wie die Buben handwerklich betätigen. Wir bauten Wasserleitung und Möbel mit Scharnieren in die Puppenhäuser ein. Dafür hatten wir Puppen in der passenden Größe, die wir dahin platzieren konnten, wo es meinem Bruder oder mir passte. Es war ein Spielen mit dem wenigsten Streit zwischen uns, wie ich mich erinnern kann.

Als ich erwachsen war, habe ich mir die ersten Küchenmöbel selber gemacht. Es kam noch hinzu, dass ich über zwei Jahre in einer Tischlerwerkstatt mitgearbeitet habe und dadurch diesbezüglich Kenntnisse erworben hatte.

Fürst Albert von Monaco kommt mir sehr liebevoll und zärtlich vor. Doch auch seine Frau, die er eben geheiratet hat. Nicht wenn sie für ein Interview vor der Kamera waren, sondern ich habe sie im Fernsehen einige Male beim beginnen eines Tanzes gesehen. Die Gesten - und wie sie sich berührt haben - sensibel, hingebungsvoll und zärtlich. Den Eindruck hatte ich auch bei der Hochzeit, obwohl sich die Braut beim Gang zum Altar nur auf ihre lange, schwere Schleppe, sowie darauf konzentrierte, dass sie vorne nicht auf ihr Kleid tritt und stolpert. Wie sich die beiden aber anschließend mit Worten, Gesten und den Augen verständigten, war für mich phantastisch. Ich kann mir schon vorstellen, dass es eine Liebesheirat ist.  

Es wird so viel über das Weinen der Braut spekuliert und dass der Fürst Albert sieben uneheliche Kinder haben soll. Oder, dass er seine Frau während ihrer Verlobungszeit betrogen haben soll usw. Ich glaube, das ist alles Quatsch.

Ich bin der Meinung, wenn ein Albert von Monaco 7 Kinder gezeugt hätte, wäre das bis heute sicher nicht geheim geblieben. Außerdem wäre er in meinen Augen unverantwortlich, oder ein Trottel, was man von ihm sicher nicht sagen kann. 

Immer wieder wird die Aufnahme gezeigt, wo er seine Braut beim Weinen ansieht als würde sie ihn damit "nerven".

Ich glaube nicht, dass sie ihn damit genervt hat. Ich habe mitgekriegt, dass er sie etwas fragte und habe das Gefühl, er fragte, ob sie ein Taschentuch braucht. Daraufhin verneinte sie und zeigte ihr Taschentuch, das sie in der Hand hielt.

Seine Reaktion auf ihr Weinen war für mich richtig und gut. Was sollte er denn tun in dieser Situation? 

Er konnte sich nur so verhalten. Er konnte sie weder in die Arme nehmen, mit ihr weinen, oder irgend etwas anderes. Er konnte ihr nur mit seiner Gelassenheit helfen.

Einige Tage vorher hatte ich folgenden Traum. Der Mann den ich von Herzen liebe und ich haben beschlossen, der Öffentlichkeit zu sagen, dass wir unseren Lebensweg gemeinsam gehen wollen. Er wollte, dass bei dieser Gelegenheit "Großer Gott wir loben dich" gesungen wird. Ich war erst erschrocken und sagte zu ihm: "Das kannst du mir nicht antun, das halte ich ohne weinen nicht durch." Er aber reagierte genau so, wie Fürst Albert . Mit diesem Gesichtsausdruck und einem humorvollem: "Da musst du jetzt durch", das für mich geheißen hat; Jetzt hast du dich für mich entschieden, dafür wollen wir Gott danken. Durch seine Art konnte ich es annehmen und die Angst war verflogen. So mein Traum - in Monaco glaube ich, lief es so ab.

Es kann selbstverständlich sein, dass ich anders denke, weil mich mit Monaco und der Fürstenfamilie besondere Erlebnisse und Wahrnehmung verbinden. Ich war mit meiner Familie vor 29 Jahren, zum gleichen Datum als die kirchliche Trauung stattgefunden hat in Monaco. Als ich das Schloss ansah, fühlte ich mich in diese Familie hinein und fühlte dabei unsagbare Trauer. Ich war darüber sehr erschrocken, dachte ich doch, sie seien eine glückliche Familie - damals. Ich ahnte nicht, dass einige Wochen später der Unfall auf der Straße sein wird, auf der wir auch gefahren sind. Und nicht weit weg vom Botanischen Garten, in dem wir einen ganzen Nachmittag verbrachten.

 

LOSLASSEN  

Was bedeutet „loslassen“ eigentlich genau?


o Ich lasse einen geliebten Menschen los, damit er in die Herrlichkeit Gottes eingehen kann ohne dass ich ihn verliere.

o Ich löse mich von meinen zerstörerischen und zwanghaften Eigenschaften.


o Ich akzeptiere, dass ich das Leben und andere nicht kontrollieren kann. Ich höre daher damit auf, 

   Ergebnisse erzwingen zu wollen und tue das, was mir möglich ist: Mein eigenes Leben in Ordnung zu bringen.

   
o Ich beende sinnlose Bemühungen, Andere zu Verhaltensweisen zu bringen, die ich richtig finde.


o Ich verabschiede die Einstellung, dass Situationen sich in einer Weise und zu einer Zeit entwirren müssen, wie ich es gerne hätte.

  

Es geht nicht nur darum, dass wir etwas oder jemanden festhalten, weil wir sie nicht loslassen wollen.

Es geht auch darum, dass wir diese Sache oder Person brauchen, um uns daran festzuhalten.

Wir selbst sind es, die Halt benötigen.

Wir wollen uns selbst an etwas oder an jemanden festhalten. Das kann leider auch eine Krankheit sein.

 

Voraussetzung zum Loslassen

Zunächst ist es notwendig, dass wir selbst Halt finden - und zwar in uns selbst.

Das ist die grundlegende Voraussetzung dafür, dass wir anderes und vor allem andere Personen loslassen können.

Es bringt z. B. nichts, wenn eine Frau es schafft, ihren geliebten verstorbenen Mann loszulassen, indem sie sich an einen anderen klammert, 

um wieder Halt zu bekommen.


Ich glaube, als ich vor über 20 Jahren bei einem Unfall einen Herzstillstand hatte und fühlte, dass mein Körper tot ist,

habe ich durch das Loslassen, den "Himmel" erfahren!

Wäre ich verkrampft geblieben, wie ich es zu dieser Zeit im Alltag war und hätte  nicht loslassen können - ev. "Hölle"?

Allerdings habe ich schon seit dem Unglück meines Kletterpartners einige Jahre vorher, mit dem Tod vor Augen gelebt.

Dadurch war meine Lebensweise liebevoll und friedliebend. Ich habe vermieden andere Menschen zu verletzen.

Als mir bewusst wurde, dass ich keinen Körper spürte und irgendwo oben war, 

legte ich das Schicksal meiner Kinder in Gottes Hände mit den Gedanken:

"Gott - ich weiß, dass du keine Hände hast, ich kann aber nur in Bildern denken. 

Ich lege (ICH LASSE LOS) das Schicksal meiner Kinder in deine Hände. Bitte LASSE DU nicht zu, 

dass ihnen ein schweres Leid geschieht."

Mit Ge - LASSEN - heit dachte ich die Worte: "Nun hab` ich euch doch im Stich gelassen". 

Ich hatte ihnen immer versprochen bis zur bitteren Neige bei ihnen zu sein und sie nicht im Stich zu LASSEN.

Von Personen die zur Trauerbegleitung zu mir kommen, wird mir oft erzählt, dass Therapeuten oder Ärzte gemeint haben: "Sie müssen loslassen."

Wenn ich dann frage: "Wissen Sie, wie man loslassen kann?" verneinen sie es.

Ich zeige und beschreibe dann einige Übungen, wie man loslassen kann. 

Bisher war immer etwas dabei, das beim Loslassen geholfen hat.

 

EIN SCHMETTERLING ALS ZEICHEN DER BERUFUNG  

Vergangenem Freitag war: Freitag der 13.! Für mich ist das normalerweise ein Tag wie jeder andere. Bemerkenswert war, dass ich an diesem Tag wunderbare Einsichten oder/und Wahrnehmungen hatte.

Erst einmal.

Ich habe gehört, dass Japan nicht von Atomkraftwerken abweichen will und war darüber entsetzt. Ich fragte mich; wie können Menschen so wenig aus Erfahrungen lernen? Dass wir aus den wahrscheinlichen Erfahrungen der Mayas nicht lernen konnten, ist eine Sache.

Eine andere ist es, wenn wir die Katastrophe „hautnah“ erleben, nicht zu lernen, dass wir auf dem falschen Weg sind und wenn wir so weiter machen die Menschen auf der ganzen Welt in Gefahr bringen.

Es ist Verantwortungslosigkeit und menschenunwürdig. Ja, sogar menschenverachtend. Die Machthaber, die solche Entscheidungen treffen, sind nicht fähig zu regieren. Wir dürfen uns von ihnen nicht die Zukunft unserer Kinder ruinieren lassen.

Jeder von uns muss dagegen arbeiten. Die Einen mit Aufrufen, die anderen mit Demonstrationen und andere mit Beten oder was uns an friedlichen Taten noch einfällt. Kann auch sein, dass jemand alles das machen kann.

Beten hat eine enorme Kraft - wenn es aus dem Herzen kommt. Gebete können Waffen zum Stillstand bringen und Herzen zur Liebe. Sicher auch Menschen die Unrecht tun, zur Vernunft.

Das zweite Erlebnis.

Aus verschiedenen Gründen stellte ich am Vormittag an Gott die Frage, ob ich mit den alternativen Heilmethoden aufhören soll. Die Antwort darauf bekam ich einige Stunden später.

Ich besuchte am Nachmittag den Aufbaukurs für Bibelrunden leiten. Erst hatten wir: „Einheit der Schrift“. Am Abend: „biblische Figuren“, die ich schon von einem anderen Kurs kannte. Dieses Mal waren wir 4 Gruppen und jede Gruppe musste nach einem Evangelisten die „Grabesszene“ aufstellen.

Anschließend wurden die Aufstellungen der Figuren begutachtet.

Doch dann sollten wir jeder ein Symbol nehmen (sie waren am Boden aufgelegt), meditieren und einen Satz bilden über das, was wir mit nach Hause nehmen.

Mein Satz war selbstverständlich: „Wenn ich sterbe, gehe ich „nur“ nach Hause!“

Als Symbol hätte ich gerne eine Taube gehabt, als Zeichen der Auferstehung. Nachdem es keine Taube gab, nahm ich einen Schmetterling noch im Glauben, weil er ein Symbol der Auferstehung ist. Da hatte ich mich aber gewaltig geirrt.

Der Schmetterling war die Antwort auf meine Frage am Vormittag: „Soll ich mit den alternativen Heilmethoden aufhören?“ 

Warum?

Auf meinen Visitenkarten ist ein Schmetterling, der von einer Hand wegfliegt. Damit will ich symbolisch zeigen; Der Schmetterling/Mensch kann sich auf meine Hand setzen und wird von mir nicht festgehalten, sondern, wenn es für ihn richtig ist, darf er weiterfliegen.

Soviel zur „Berufung“ über die ich am Vormittag schrieb, was auch der Auslöser für meine Frage war: "Soll ich mit den alternativen Heilmethoden aufhören?"

Nun der Gipfel.

Zwei Tage vorher machte Dr. Rotraud Perner bei einem theologischen Kursabend auf Bücher von Joachim Bauer aufmerksam. An diesem Freitag kaufte ich das von ihm geschrieben Buch: „Das Gedächtnis des Körpers“.

Darin wird meine Meinung und Grund einiger Diskussionen mit verschiedenen Leuten wie Referenten oder Trainer bestätigt. Z.B. mit:

Gene führen also kein auf sich gestelltes „autistisches“ Eigenleben. Organismus und Umwelt, Gene und ihre Umgebung bilden eine „Einheit des Überlebens“, wie der Biologe, Verhaltensforscher und Philosoph Gregory Bateson ausdrückte. Die Frage „Gene oder Umwelt“, über die auch heute noch begeistert gestritten wird, ist daher unsinnig. Beide funktionieren nur gemeinsam. Die Beiträge dieses Buches widmen sich der faszinierenden Tatsache, dass Faktoren, die Gene steuern und Gesundheit beeinflussen können, zu einem wesentlichen Teil aus dem Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen kommen.

 

LEBEN MIT GOTT      

Gibt es Gott im Zeitalter der Flugzeuge immer noch?

Oder hat Gott vor zweitausend Jahren aufgehört uns zu lieben?

Der Glaube macht den Verstand nicht überflüssig.

Wenn der Glaube wahr sein soll, muss er das Geglaubte verstehen wollen, und zwar nicht um mit dem Geheimnis Schluss zu machen,

sondern um seine wirklichen Dimensionen erahnen und die gnadenhafte Logik Gottes voller Staunen besingen zu können.

Leonardo Boff

 

Die Bevölkerung wird in den Medien über das Fehlverhalten der Kirchenführung informiert.

Man hört aber so selten davon, wie lebendig Gott in jedem von uns ist.

Jesus wollte keine hierarchische Kirche wie wir sie kennen gründen, sondern er wollte Gemeinschaft.

Gemeinschaft mit Gleichgesinnten!

 

In der Bibel sind Gottesbegegnungen und Wunder alltäglich - also, bis vor zweitausend Jahren?

Es gibt sie auch heute noch - die - WUNDER.

 

Gott ist heute noch genauso existent, wie zu Zeiten von Adam und Eva.

Nur, wenige reden darüber.

Betrachten wir mit unseren Augen die Botschaften der Bibel.

 

Ich habe bis zu meinem 18. Lebensjahr den Religionsunterricht besucht, trotzdem hatte ich keine Antwort, als mich meine Tochter fragte:

„Mama, wie kann ich an einen Gott glauben, der sagt, du darfst nicht töten, aber alle Ägypter tötete, als sie die Israeliten verfolgten?"

 

Daraufhin habe ich viele Theologen darüber befragt, doch keiner, außer unser damaliger Pfarrer Stephan Schwarz hatte eine Antwort.

 

Für mich war das der Anlass zweieinhalb Jahre ein Bibelstudium zu machen, anschließend einige theologische Kurse zu besuchen und mich

viele Jahre mit der Bibel auseinander zu setzen.

Nun betrachte ich die Aussage der Bibel mit meinen eigenen Augen und lasse mir nicht von Theologen vorgekaute Meinungen „aufdrücken".

 

Um nicht "einseitig" zu denken, habe ich mich vor vielen Jahren intensiv mit den Weltreligionen und 

verschiedener Konfessionen der Christen auseinander gesetzt.

Beziehungsweise - begonnen hat es, als ich einem wunderbaren Mann begegnete, der Moslem war.

 

Ich dachte: "Nur weil ich in eine römisch katholische Familie hinein geboren wurde, muss es nicht sein, dass das auch -meine Religion- ist."

Meine Entscheidung fiel für die röm. kath. Kirche aus, obwohl Maria damals für mich schon nicht mehr die "Mutter Gottes" war. 

Sie hat mich zu sehr enttäuscht und als Jesus in der Öffentlichkeit auftrat, ist sie mit ihm auch nicht so umgegangen, 

wie ich mir das von einer Mutter wünsche.

 

 Der Grund, dass ich aus der röm. kath. Kirche noch nicht ausgetreten bin ist wahrscheinlich jener,

weil ich als Erwachsene diese Entscheidung selber getroffen habe ohne dazu verpflichtet oder bevormundet worden zu sein. 

Nun hat das mit Treue zu tun, ich bin im Christentum beheimatet - ich bin Christin.

Es ist zwar schmerzlich für mich zu sehen, wie sehr die Obrigkeit der röm. kath. Kirche gegen Gottes Willen handelt, 

bzw. vorgibt, sie kennen Gottes Willen besser als wir - ihr Fußvolk.

 

Oder ist ihnen wirklich nicht bewusst, dass Gott z. B. auch Frauen, und Männer mit Partnerin als Priester wünscht?

Dass den Zölibat nur jene Menschen leben sollen, für die es richtig ist und so lange es für sie richtig ist.

Doch bin ich der Meinung Gott wünscht, dass sich Menschen die ein Priesteramt ausführen oder es ausführen wollen, 

noch besser prüfen, als jeder andere Mensch, weil sie ein besonderes Vorbild sein sollen.

AUCH GROSSE FREUDE MUSS VERARBEITET WERDEN - WIE TRAUER  

Viele von euch wissen, dass ich mich sehr für ein Verbot der Anti-Personen-Minen eingesetzt habe. Manche kennen auch das Resümee, das ich darüber verfasst habe. Da schrieb ich; Als ich das erste Mal von diesen Minen hörte fragte ich:  "Was kann ich allein schon tun?"  Nun aber haben wir im vergangenen Dezember den Friedensnobelpreis dafür erhalten. Das heißt, ich bin eine Friedensnobelpreisträgerin damit geworden. Nie mehr werde ich sagen, was kann ich allein schon tun, weil mir das wieder zeigt, wie mächtig Gottes Wille ist und wie stark er Menschen werden lässt, die seinen Willen befolgen. Ich bin eine von vielen Menschen weltweit (insgesamt 1.200 Personen auf der ganzen Welt vernetzt), die wir uns um diesen Friedensnobelpreis verdient gemacht haben. Mein Beitrag dazu war sicher nicht der kleinste, aber ich habe das Gefühl es ist nicht meine Leistung, sondern ich war nur das Werkzeug Gottes. Er hat mir die richtigen Worte zur rechten Zeit eingegeben. Ich danke ihm dafür und freue mich. Die Freude, die Dankbarkeit und die Demut waren in den ersten drei Tagen und Nächten, nachdem mir diese Nachricht übermittelt wurde, so stark, dass ich sie kaum bewältigen konnte. Eine so große Freude und Dankbarkeit habe ich in meinem Leben noch nie verspürt. Nicht einmal wie meine Kinder geboren wurden. Ich musste diese übergroße Freude genauso verarbeiten wie eine tiefe Trauer. Schlussendlich hat mir ein Lied dazu verholfen, oder besser ein Satz

- Lautate omnes gentes (lobt alle Völker den Herrn).

Einen ganzen Tag (ich war mit dem Auto unterwegs) sang und summte ich diese Worte und dachte nachher, ich hätte nun meine Gefühle im Griff. Dem war aber nicht so. Als einige Tage danach der Kaplan unserer Pfarre, genau diese Melodie anstimmte, verlor ich die Kontrolle über die Dinge die in mir vorgingen. Ich weinte unaufhaltsam. Auch die demütige Haltung meines Körpers half nicht mehr die Tränen zurückzuhalten. Als auf mein Ersuchen eine Feier von unserer Kampagne stattfand, hatte ich aber die riesengroße Dankbarkeit schon verarbeitet und konnte, ohne mit den Tränen zu kämpfen, darüber reden.

Ich habe über dieses Erlebnis berichtet, um euch meine Erkenntnis, dass sehr große Freude genau wie eine tiefe Trauer zu verarbeiten ist, mitzuteilen. 

Außerdem möchte ich euch Mut machen, anstatt des Satzes, den man ja sehr oft hört und den ich nie mehr sagen werde:  "Was kann ich allein schon tun",  etwas zu tun. Gerade bei unserem Einsatz für sterbende und trauernde Menschen stehen wir oft vor einem fast unüberwindlichen Problem. Scheut euch nicht davor, es in unsere Gemeinschaft einzubringen. Gemeinsam haben wir geballte Kraft und können auch in der Politik vieles erreichen.  

I.J./ Feber 1997

Tel 319 42 11 www.hausdesfriedens.at