EHRENAMTLICHE TÄTIGKEIT
Das werden Sie vielleicht wie viele Menschen vor Ihnen fragen.
Ich kann das präzise beantworten:
„Aus Nächstenliebe und weil ich Gott gefallen möchte.“
„Außerdem will ich in die Herrlichkeit Gottes gelangen dürfen und das,
ohne vorher noch Abbitte leisten zu müssen. “
Ich führe folgende ehrenamtlichen Tätigkeiten aus:
* Als Obfrau der Arbeitsgemeinschaft Haus des Friedens, erledige ich alle organisatorischen Bereiche und
die Buchhaltung.
* Trauerbegleitung
* Moderation der Trauergruppe
* Bibelrunden leiten
* Humanenergethische Heilmethoden
Wenn sich jemand auch das niedrig angesetzte Honorar für
Humanenergethische Heilmethoden nicht "leisten" kann,
was mir vor Beginn der Ablöse oder schon bei Terminvereinbarung gesagt werden muss,
teste ich mit der Klientin oder dem Klienten die Herabsetzung des Honorares aus.
Oft kommen wir zu einem Honorar von 0 Euro, also kostenlos, das heißt:
Ich mache die Ablöse "ehrenamtlich".
Auch die Verminderung, wenn nicht 0 heraus kommt, sondern 60, 50, 40, 30, 20, 10
zähle ich zur ehrenamtlichen Tätigkeit.
Beim Austesten der Honorarhöhe stelle ich die Frage ans Unterbewusstsein:
"Ist es zum höchstem Wohl aller, wenn wir die Honorarhöhe herabsetzen?"
Das Unterbewusstsein gibt ein Nein oder ein Ja.
Bei Ja teste ich dann die Höhe des Honorars aus.
Kommt ein Nein, spreche ich mit der Klientin oder dem Klienten darüber.
Es besteht also nicht die Möglichkeit meine Nächstenliebe schamlos auszunutzen.
UNTERSCHIED VON:
TRAUER UND DEPRESSION
aus: Das Gedächtnis des Körpers von Joachim Bauer
"Gibt es einen Unterschied zwischen "normaler" Trauer und Depression? Die Antwort lautet eindeutig: Ja.
Einer der entscheidenden Punkte, welche die Depression von der Trauer unterscheidet, ist das Gefühl von Wertlosigkeit,
also der Verlust des Selbstwertgefühls.
Dagegen ist manches andere bei Depression und Trauer zum Teil sehr ähnlich.
Eine dieser Gemeinsamkeiten von Trauer und Depression besteht darin,
dass dem erstmaligen Auftreten einer Depression im Leben eines Menschen -
wie bei der Trauer - immer ein bedeutsames belastendes Ereignis vorausgeht."
TRAUERBEWÄLTIGUNG IST GEFÜHLSARBEIT
Kürzlich war ich wieder als Gastvortragende in einer 7. Klasse Gymnasium.
Anschließend an den Vortrag arbeite ich mit den Jugendlichen in Kleingruppen.
Ich beobachte immer die Unterschiede der einzelnen Schulen und Klassen.
Dieses Mal war die erste Gruppe temperamentvoll und wissbegierig. Die Fragen purzelten nur so aus ihren Mündern.
Die zweite Gruppe war dagegen zaghaft, zurückhaltend und ruhig.
Als nach einigen Fragen das Thema ausgelaufen war, setzte ich so fort; Nun, wenn ihr keine Fragen habt, frage ich etwas. Ich stellte an ein Mädchen die Frage:
"Wenn du jetzt erfahren würdest, dass du in zwei Wochen stirbst, was würdest du tun?"
Das Mädchen bekam glasige Augen, das heißt, Tränen standen ihr in den Augen und sie antwortete, sich um Gelassenheit bemühend:
"Dazu muss ich sagen, dass vor einigen Wochen meine Großmutter verstorben ist, und ich noch nicht darüber weg bin."
Somit konnte ich mit diesem Mädchen das tun, was ein Trauergespräch ausmacht.
Selbstverständlich habe ich vorher das Mädchen um Erlaubnis gefragt, ob ihre Mitschülerinnen und Mitschüler dabei sein dürfen.
Anschließend haben alle erzählt, dass dieses Gespräch für sie sehr bereichernd war.
Als ich, vom damals mir noch nicht bewussten, letzten Besuch von Edith nach Hause kam, bestellte ich meiner Tochter die Grüße von Edith und sagte:
"Ich glaube, Frau Moravic wird bald sterben. Sie wollte mir einiges sagen, was mir das Gefühl gibt, dass sie bald sterben wird".
So war es auch. Kurz nach meinem Besuch fiel sie ins
Delirium. Bald danach verstarb sie, ohne dass wir noch einmal miteinander
gesprochen hatten.
Wer von uns beiden fühlte, dass wir uns vorher noch einmal sehen müssen, weiß ich nicht genau.
Ich glaube aber, dass
ich der "Empfänger" war,
wie man das so nennt. Warum?
Bei einer Meditation hatte ich die Eingebung, dass es für mich erst einen Neubeginn geben kann, wenn ich an die Vergangenheit nicht mehr "gebunden" bin.
Ich dachte nach was gemeint sein könnte, dabei fiel mir ein, dass ich Ehe- und Vorsteckring noch in der Schmuckschatulle liegen hatte.
Für mich ist ein Ring wirklich ein äußeres Zeichen der Verbundenheit. Die Goldscheideanstalt liegt in der Nähe von Ediths Wohnung.
Ich verband daher das Angenehme mit dem Nützlichen
und rief Edith an, dass ich sie am nächsten Nachmittag besuchen werde.
Ich wollte auch den Erlös für die Ringe nicht behalten, also kaufte ich um dieses Geld, Blumen für Edith.
Beim Blumenhändler hatte ich noch eine unvergessliche Unterhaltung mit dem Blumenhändler, seiner Verkäuferin und einem Kunden.
Mit dem schönen Blumenarrangement ging ich zu Edith. Aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht anführen möchte, glaube ich, es war kein Zufall.
Es war Verabschiedung für immer. Von Gott geleitet, vom Heiligen Geist geführt.
Ich bin sehr froh darüber, dass
Ich hätte ja auch erst einige Tage danach diese Idee des Besuches haben können. Da wäre es doch zu spät gewesen.
Es war der richtige Zeitpunkt. Auch das Gespräch war
dementsprechend.
Der Anruf der Nachbarin, die mir den Tod
von Edith mitteilte und unser Gespräch das wir hatten, war für mich so, wie:
"Lazarus komm heraus!"
Wir hatten Edith noch einmal zum Leben erweckt und ich glaube es tat uns beiden gut.
Ich wollte ein paar Mal das Gespräch beenden, hatte aber das Gefühl, für die Nachbarin muss ich: "Da sein."
Es war Freitag, als Edith starb. Ich zog mich zurück und ließ der Trauer freien Lauf. Meine Tochter nahm darauf Rücksicht.
Sie kam nur von Zeit zu Zeit zu mir ins Zimmer, um nachzusehen, wie es mir geht.
Meine Trauerarbeit unterbrach ich am Samstag für ein paar Stunden, weil wir Grätzelfest in der Pfarre hatten.
Samstag und Sonntag erlebte ich die zwanzig Jahre, die ich Edith kannte, noch einmal.
Edith hatte keine Kinder. Ihr
Freundeskreis war klein. So lange ihr Mann Josef lebte, war sie sehr kuraschiert.
Der Tod ihres Mannes der aus seinem letzten Mittagsschlaf nicht mehr aufwachte, brachte sie ein bisschen aus dem Konzept.
Seither besuchte ich sie regelmäßig. Anfangs noch sehr oft, als sie sich an das "Alleinsein" gewöhnt hatte, weniger.
Sie war die Frau vor einigen Jahren, die mir bei einem Gespräch vor laufender Fernsehkamera zu weinen anfing.
Zuerst wusste ich nicht, wie ich vor der Kamera reagieren sollte.
Doch nach den ersten Schrecksekunden, dachte ich,
es macht keinen Unterschied, ob Kamera oder nicht.
Beim letzten Besuch besprach ich noch einmal mit Edith, ob es nicht doch besser für sie wäre, sie würde in ein Heim gehen.
Ihre Erklärungen dagegen waren aber für mich verständlich.
Bei der Verabschiedung sagte ich zu ihr: "Dass ich für dich da bin, wenn du mich rufst, weißt du!?"
Ich hatte dabei ein ganz seltsames Gefühl, so, als ob ich auch
mit: "Was ich dir noch sagen
wollte", beginnen sollte.
"Ja, das weiß ich", war ihre Antwort.
UNTERSCHIED ZWISCHEN
FREIWILLIGENTÄTIGKEIT UND EHRENAMT
Bei der Einladung zur feierlichen Eröffnung des Jahres der Freiwilligentätigkeit durch unseren Bundespräsidenten in Salzburg,
war der Vermerk dabei, ein Schauspieler hätte gesagt, dass ihm das Wort Freiwilligentätigkeit sehr gefällt, weil es mit „freiem Willen“ zu tun hat.
Das konnte ich fürs erste bejahen.
Als aber bei der Eröffnung erklärt
wurde, dass jede unbezahlte Tätigkeit auf ein „Podium“ gestellt werden
soll, wurde ich nachdenklich.
Bei der Bahnfahrt nach Hause hatte ich noch ein interessantes Gespräch, das mir mehr und mehr bewusst machte,
dass ich keine Freiwilligentätigkeit ausübe, sondern ehrenamtlich arbeite.
Ich arbeite nicht freiwillig, weil ich das Gefühl habe, dass es mir Gott zur Aufgabe gegeben hat - als Gabe Gottes, als Berufung.
IHM zu EHREN, übe ich diese Tätigkeit als Begleiterin und Humanenergethikerin (alternative Heilmethoden) aus.
Und - um unter allen Umständen wieder in den Zustand zu gelangen, in dem ich bei einem Herzstillstand für einige Minuten war.
Also muss ich zugeben, auch Egoismus ist dabei - aber nicht um mich zu befriedigen. Ich fülle auch damit keine Lücke in mir aus.
Somit ist es von mir keine
freiwillige, sondern eine ehrenamtliche Tätigkeit.
In all den Jahren der Fortbildung für Begleitung und den Jahren in denen ich selber Begleiter ausgebildet habe,
insbesondere während der Ausbildungen für Humanenergethischen Heilmethoden,
habe ich
meine Vergangenheit intensiv bearbeitet und mich von fast allen Verletzungen
geheilt.
In den zwanzig Jahren Erfahrung als und mit Ehrenamtlichen bzw. mit Menschen die sich gemeldet haben ehrenamtlich zu arbeiten,
habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Bei den Vorstellungsgesprächen stellte sich bei einem Teil schon heraus,
dass sie im Unterbewusstsein ein „Manko“ hatten und selber einer Begleitung bedurften.
Das ging von der eigenen unbewältigten Trauer bis hin zu psychischer Krankheit.
Bei der „Einführung“ - ich nannte es nie Ausbildung, obwohl ich vor vielen Jahren eine Ausbilderprüfung abgelegt habe -
haben wir uns einige Abende mit der Vergangenheit jedes einzelnen Teilnehmers und Teilnehmerin auseinander gesetzt.
Dabei habe ich sie unterstützt und begleitet.
Bei tiefgreifenden Erlebnissen kann ich jetzt mit den Humanenergethischen Heilmethoden noch intensiver und viel mehr zur Heilung beitragen.
Nicht ich heile, sondern Gott und der betroffene Mensch mit dem ich arbeite. Ich bin nur das Werkzeug Gottes.
Dann waren Menschen dabei, die das Bedürfnis hatten Macht auszuüben, wichtig zu sein, weil sie sich selber nicht wichtig waren und machtlos fühlten.
Menschen, die auffallen wollten und solche, die um jeden Preis Erfolgserlebnisse haben wollten, weil sie im Privatleben und im Beruf keine hatten:
Es blieben wenige übrig, die aus Nächstenliebe begleiten wollten. Das aber sollte den Ausschlag geben, um mit Liebe begleiten zu können.
Tel. 319 42 11 eMail: jedlicka@hausdesfriedens.at www.hausdesfriedens.at