überparteiliche
und überkonfessionelle
ARBEITSGEMEINSCHAFT
HAUS DES FRIEDENS
1210
Wien, Obergfellplatz 4/7
Tel.:01/ 319 42 11
ZUSTÄNDIGKEIT: Bundespolizeidirektion Wien, Büro für Vereins-, Versammlungs- und Medienrechtsangelegenheiten
ZVR-Zahl 980762770
OBFRAU: Ilse Jedlicka
OBFRAUSTELLVERTRETERN: Michi
Krenn
ZWECK: Erarbeitung, Verbreitung und praktische Anwendung der Lebensbegleitung von Menschen die sich durch einen Todesfall in einer seelischen Krise befinden, ....
TRAUERBEGLEITUNG + SELBSTHILFEGRUPPE
EINZELGESPRÄCHE: (4-Augen Gespräche).
SELBSTHILFEGRUPPE: "ERFAHRUNGSAUSTAUSCH MIT TRAUERNDEN".
Die Gespräche finden in geschütztem Rahmen statt und sind selbstverständlich anonym!
Bei den Gruppengesprächen können Sie erfahren, dass Sie nicht allein sind und wie andere Menschen mit solch einer Situation
umgegangen
sind bzw. umgehen.
Unsere Arbeitsweise der Begleitung von Trauernden, unabhängig der Todesursache oder der Person -
Partner, Eltern, Sohn, Tochter, Erwachsene, Kinder oder Ungeborene, Verwandte, Freunde, Kollegen, Nachbarn usw. -
ist folgende:
Ich - Ilse Jedlicka, Obfrau des Vereines bin unter Telefon 319 42 11 erreichbar. Meistens ist das erste Gespräch am Telefon schon ein begleitendes Gespräch.
Manches mal genügt dem Anrufer dieses Gespräch, weil ich den "Knoten" der eine "gesunde Trauer" verhindert, helfen kann zu lösen.
Wenn nicht, werden noch ein oder mehrere Gespräche unter "4 Augen" geführt.
Eine Gesprächsform sind unsere Treffen in der Gruppe,
dazu sind jedoch wenigstens ein Gespräch unter 4 Augen
Bedingung.
Die
ARBEITSGEMEINSCHAFT HAUS DES FRIEDENS
ist kein Haus, sondern ein überparteilicher, überkonfessioneller Verein, dessen Mitglieder sich zur Aufgabe gestellt haben, ehrenamtlich schwerkranke, sowie sterbende oder depressive Menschen jeder Altersklasse in ihren schweren Stunden nach Dr. Elisabeth Kübler-Ross zu begleiten.
Das schließt vor allem den Beistand der begleitenden Angehörigen und die Trauerbegleitung der Hinterbliebenen ein.
Näheres unter dem Link: EHRENAMTLICH
1983 GRUENDUNG
Frau Isabella Benning, hat 1983 im Anschluss an ein Seminar von Frau Dr. Elisabeth Kübler-Ross eine Gruppe freiwilliger Helferinnen und Helfer gebildet, die ohne Bezahlung Hilfsdienste leisten und die vor allem durch seelische Betreuung versuchen, das Los dieser Menschen zu lindern.
Frau Isabella Benning hat mit den Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und einigen Ärztinnen und Ärzten der 1. Stunde Pionierarbeit im Hospizwesen geleistet.
Sie war 15 Jahre die Obfrau unseres Vereines.
Als derzeitige Obfrau (seit 1998), habe ich mir auch zur
Aufgabe gestellt, den Umgang mit dem Tod wieder "gesellschaftsfähig"
zu machen. Meine Meinung ist:
"Ein liebevolles umgehen mit dem Tod, bewirkt ein liebevolles umgehen mit dem Leben."
Das heißt z.B.: "Wenn alle Menschen mit dem Tod vor Augen leben würden, gebe es keinen Krieg."
Als ich 1993 zur "Arbeitsgemeinschaft Haus des Friedens" kam, war ich auch ein Haus. Noch nicht ein sehr altes, aber angeschlagen, ausgebrannt, leer und gebrochen. Doch dieses Haus hatte keine Angst mehr vor dem Tod.
Der Glaube an Gott, meine Kinder, Freunde und Bekannte, sowie ihr Mitglieder von der ARGE "Haus des Friedens" habt in Gesprächsrunden und Seminaren mitgeholfen, das verwüstete Haus wieder instand zu setzen. Jetzt kann ich wieder wie vor langer Zeit für andere Menschen da sein. Mit einem Lächeln, mit Zuhören oder einem Gespräch.
Ich kann andere Menschen aufmuntern, erheitern, ihrer Seele Kraft geben.
Ich kann wieder lachen, berühren, umarmen und küssen.
Ich habe vor zwei Jahren das erste Mal den inneren Frieden gespürt.
Ich bin ein "Haus des Friedens" geworden.
Was ich damit sagen möchte?
Wir alle, jeder für sich ist ein Haus. Ein Haus, wenn es in Ordnung und rein ist, kann Gäste empfangen und Feste feiern. Also für andere Menschen da sein.
Wenn wir noch dazu Gott als Ehrengast einladen, dann sind wir wirklich ein: "HAUS DES FRIEDENS"
Zuerst möchte ich euch als neue Obfrau unseres Vereines "Arbeitsgemeinschaft Haus des Friedens" begrüßen. Von nun an werde ich euch nicht nur mit "meinen Gedanken" beglücken?, sondern werde mich auch bemühen, den Verein würdevoll zu vertreten.
Einige von euch
wissen, dass ich mich schon seit einigen Jahren wehre, Isabella abzulösen.
Nachdem ich aber niemanden finden konnte, der den Vorsitz unseres Vereines
übernehmen wollte, haben Isabella und ich darüber gesprochen, den Verein
aufzulösen. Dabei wurde mir aber bewusst, dass mir dann etwas fehlen würde.
Eine meiner Lebensaufgaben ist es, zu begleiten. Daher werde ich mich von
einigen anderen Aktivitäten zurückziehen, um mehr Zeit für die Tätigkeit als
Obfrau vom Haus des Friedens zu haben. Wahrscheinlich muss ich euch nicht sagen,
dass mich das auch schmerzt, da ich dadurch - Abschied von mir liebgewordenen
Menschen mit denen ich mich gemeinsam für Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung
der Schöpfung und der Menschenwürde einsetzte - und einigen Freunden nehmen muss. Ich werde doch ganz sicher in Kontakt mit
ihnen bleiben.
Wir vom Haus des
Friedens, werden weiter wie bisher, alte oder kranke Menschen bis zum Tod
begleiten. Trauernde durch die Trauer und Begleiter bis zum Tod ihrer
Angehörigen oder Freunde. Wir werden genauso wie bisher, (in letzter Zeit
waren wir dabei etwas schwächer) für Weiter- und Ausbildung sorgen.
Mein persönlicher Schwerpunkt wird es weiterhin sein, möglichst viele Personen
zu erreichen, die ihre Familienangehörigen begleiten wollen, oder eben dabei
sind, sie zu begleiten. Meiner Meinung nach sollte die "breite Öffentlichkeit" wieder fähig werden, den Tod nicht unbedingt als Freund, er
verursacht ja Abschiedsschmerz, aber auch nicht als Feind zu betrachten. Wieder
lernen, dass der Tod zum Leben gehört, dass er nicht etwas ist was nur anderen
"passiert", sondern
jeder von uns stirbt. Wir wissen nur nicht wann und wie.
Als mich Isabella im Seniorenheim
Flurschützstraße als neue Obfrau vorstellte, fiel mir am Gang ein Plakat mit
folgenden Worten ins Auge:
Aber wir haben vergessen, dass auch alte Menschen schön sind.
2001 (SHG) SELBSTHILFEGRUPPEN
Da ich selber, mein Bruder, meine Schwägerin, meine Tochter und einige Leute aus meinem Bekanntenkreis, sowie Menschen, die für Begleitgespräche zu mir kamen, durch einige Selbsthilfegruppen enttäuscht wurden, habe ich mir vorgenommen, es besser zu machen.
Ich habe Vorträge, Seminare und Workshops besucht, sowie Ausbildungen gemacht, um Menschen aus der Selbsthilfegruppe nicht deprimierter weggehen lassen zu müssen, als sie zur Gruppe gekommen sind.
Wäre das Seminar im Buddhistischen Zentrum nicht kurzfristig abgesagt worden, hätte ich nicht im Fernsehen die Ehrung der ehrenamtlichen Mitarbeiter Österreichs durch Papst Benedikt und Bundespräsident Fischer gesehen.
Beim Fernseher sitzend, fühlte ich mich wirklich angesprochen und geehrt, allerdings mehr vom Bundespräsidenten als vom Papst. Unser Bundespräsident hat mich wie des öfteren (schon als Nationalratspräsident) tief berührt.
Ich habe mir die Stunden, die wir „Ehrenamtlichen“ „abdienen“, nicht gemerkt. Vor etwa 10 Jahren (1997/98/99) haben einige beherzte Leute, dazu gehörte Jutta Schrutz angefangen, "Ehrenamtliche" zu erfassen und die Stunden, die wir der Bevölkerung schenken errechnet. Das war damals der Beginn für das Suchregister im Sozielen Dienst.
2010 AENDERUNGEN
Es werden immer weniger Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Aber wenn sich jemand meldet um ehrenamtlich Sterbende zu begleiten, verweise ich sie an die inzwischen in Wien bestehenden Hospiz, die immer zu wenige "Ehrenamtliche" haben, aber nur mit ihnen bestehen können.
Wir sind nun eine kleine Gruppe, der sogenannte harte Kern von Begleitern.